losgelassenes Pferd

Arthrosen, Kissing Spines …. – und jetzt?

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Was kann Biologische Medizin bei Arthrosen, Kissing Spines, Bewegungseinschränkungen leisten?

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Viel Bewegung und Freilauf ist die beste Medizin…

 

Rückenprobleme in Verbindung mit Kissing Spines, Arthrosen und daraus entstehende Bewegungseinschränkungen sind Diagnosen, die Tierärzte heute auch schon bei jungen Pferden vielfach stellen müssen. Oftmals geht es schneller als man denkt und die irreparable Schädigung ist da.

Gerade in der kalten Jahreszeit zwickt und zwackt es dann und die Pferde tun sich auch beim Reiten schwer, sich loszulassen, elastisch zu werden und das zu bleiben.

Was kann man dann tun, um den Pferden das Leben angenehmer zu machen, gerade dann, wenn aufgrund der Witterung auch noch der tägliche Weidegang nicht mehr möglich ist wie im Sommer?

In vielen Betrieben werden die Weiden über den Winter gesperrt. Manchmal zur Schonung der Grasnarbe oder aber auch, weil der Boden so tief und rutschig ist, dass Verletzungen fast nicht zu vermeiden sind. So muss man auf kleinere Paddocks ausweichen und den Pferden fehlt die notwendige Bewegung. Für Pferde mit Problemen am Bewegungsapparat heißt eine solche Einschränkung schnell zusätzliche Steifigkeit und dadurch ausgelöst wieder Schmerzen die zu weiteren Verspannungen führen können. Gerade in der kalten und nassen Jahreszeit oder beim Aufbautraining nach längerer vielleicht krankheitsbedingter Pause  können Gelenkveränderungen, wie sie beispielsweise bei einer Arthrose auftreten, Probleme bereiten.

Arthrosen sind nicht heilbar und mit zunehmendem Alter – und da geht es Pferd wie Mensch – kann das zu entzündlichen Veränderungen am und im Gelenk, Schmerzen, Schonungsverhalten und in Folge dessen auch zu Unwohlsein führen.

Bei einer Arthrose ist der Knorpel auf den Gelenkflächen unwiderruflich zerstört. Je nach Schweregrad kann es sinnvoll sein, das Pferd unterstützend zu behandeln. Die Arthrose-Therapie sollte Schmerzen zuverlässig lindern und die Gelenkfunktion möglichst verbessern. Da es sich oft um eine längerfristig bis hin zu lebenslang zu verabreichende Therapie handelt, sollte sie möglichst frei von Nebenwirkungen sein.

Hier kann man Produkte aus Teufelskralle, Traumeel oder auch Zeel einsetzen. Teufelskralle hat entzündungshemmende und leicht schmerzstillende Wirkungen und wird vor allem bei Arthrose eingesetzt.

Zeel ist ein Basispräparat bei der gelenkspezifischen Arthrosebehandlung. Es ist sehr gut für die Langzeittherapie geeignet – auch bei älteren und multimorbiden (d.h. an mehr als einer Krankheit leidenden) Pferden. Durch seine Inhaltsstoffe hat Zeel schmerzstillende, entzündungshemmende, knorpelschützende und regenerative Eigenschaften.  Eine kombinierte Behandlung – auch mit schulmedizinischen Präparaten – ist möglich und kann bei Pferden mit weitreichenden Schädigungen gerade im Winter oder bei akuten Problemen sinnvoll sein. In diesen Fällen ist auch Traumeel eine sinnvolle Ergänzung. Es wirkt ebenfalls entzündungshemmend und abschwellend und hat eine schmerzstillende Komponente. Auch bei sekundären muskulären Beschwerden, beispielsweise durch Fehlbelastungen oder Schonungsverhalten, ist es eine gute Alternative.

 

Reiten und Ausbilden – vielseitig sollte es sein!

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Lektionen erhalten die notwendige Geschmeidigkeit, um ein Pferd bis in ein hohes Alter gesund zu erhalten.

 

Beim Reiten heißt es, eine vielseitige Ausbildung zu verfolgen. Das Pferd sollte viel im Gelände bergauf und bergab geritten werden, da man darüber schon im Schritt viele wichtige Muskelpartien des Pferdes aufbauen und stärken kann. Durch das Klettern wird das Pferd (wieder) elastisch, lernt sich loszulassen und wird trittsicher.

Lange Schrittphasen zu Beginn der Lösungsphase von einer Dauer von mindestens 15-20 Minuten helfen dem Pferd, erste Steifheiten abzubauen.

Danach geht es daran große gebogene Linien, häufige Handwechsel zu reiten und dabei das Pferd mit Zügel aus der Hand kauen lassen in allen drei Grundgangarten zur Losgelassenheit zu bringen.

Die große Acht zu Beginn in der Lösungsphase verbessert die Rippengeschmeidigkeit und unterstützt das Geraderichten und die kleine Acht zum Ende der Lösungsphase und in der Arbeitsphase verbessert die Rippenbiegung beim weiter gerittenen Pferd.

Dressurlektionen haben das Ziel, die notwendige Geschmeidigkeit in der Rippenpartie zu erhalten, helfen, das Pferd geradzurichten. Das Geraderichten ist unverzichtbar, damit das Pferd nicht aus Steifheit und Kompensation falscher Belastung ausgesetzt wird.

Je nach Ausbildungsstand und Gesamtzustand kann man versammelnde Lektionen reiten und diese immer wieder mit freien Gänge – also Verstärkungen –kombinieren, um so sicherzustellen, dass die Pferde den Rücken hergeben.

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Regelmäßiges Longieren auch über Stangen hilft dem Pferd im Rücken locker zu werden. Täglicher mehrstündiger Weidegang ermöglicht, dass sich das Pferd mental und körperlich entspannen kann.

 

Biologische Medizin und begleitende Therapiemöglichkeiten

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Übungen und Gymnastik helfen dem Pferd zusätzlich wieder elastisch zu werden.

 

Neben dem richtigen Reiten, der passenden Haltung und Fütterung gibt es weitere Behandlungsansätze, die Pferd mit gesundheitlichen Problemen langfristig helfen können:

 

Lasertherapie
Die Lasertherapie findet in der Veterinärmedizin viele Einsatzgebiete. Wichtig ist dabei ihre Eigenschaft als schmerzfreie Behandlungsmethode. Laserlicht hat viele positive Eigenschaften und wirkt direkt auf die biologischen Prozesse im Körper. Es hat eine heilende Wirkung und dringt tief in das Gewebe ein.

Elektrotherapie
Die Elektrotherapie wird umgangssprachlich auch Reizstromtherapie genannt. Elektrotherapie nutzt die Kraft elektrischer Ströme und Stromimpulse, um die natürlichen Heilungsvorgänge im Körper zu aktivieren und zu unterstützen. Die Elektrotherapie nutzt je nach Anwendungsgebiet nieder-, mittel- oder hochfrequente Stromformen, die durchweg sehr gut verträglich sind.

Ultraschalltherapie
Ultraschall gibt es als Therapieform, sowohl in der Human-, wie auch in der Veterinärmedizin. Gerade in der Therapie des Pferdes hat sie ein breites Einsatzspektrum.

Magnetfeldtherapie
Die einzelnen Körperteile werden während der Behandlung von elektromagnetischen Feldern durchdrungen. Das führt zu einer Steigerung der Perfusion (Durchströmung) des Gewebes durch Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes, Erweiterung der Gefäße bis in die kapillaren Bereiche und zur Erhöhung des Sauerstoffpartialsdrucks, was wiederum den Zellstoffwechsel aktiviert, Muskeln und Gewebe besser durchblutet und Schlackestoffe besser abtransportiert.

 

Um das Ganze dann zu einer wirklich runden Sache zu machen, sollte man sein Pferd massieren, regelmäßig einen Osteotherapeuten konsultieren und das Pferd in Abstimmung mit Tierarzt oder Therapeuten ggf. akupunktieren.

 

 

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